Warum bin ich, wo ich bin? - Spirituelle Frage und Antwort

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Warum bin ich, wo ich bin? - Spirituelle Frage und Antwort

Wie ich es sehe, befinde ich mich im Physischen Reich, das man auch das Reich der Relativität nennen kann, weil ich mir ein Erfahrungsfeld wünsche, innerhalb dessen ich ohne Einschränkung erleben kann, was ich von mir selbst weiß.

Im Spirituellen Reich kann ich nicht erleben, wer ich bin, denn dort gibt es nichts, was ich nicht bin. Und in Abwesenheit von etwas, was ich nicht bin, ist das, was ich bin...nicht. Das heißt, es ist nicht erfahrbar. Nur in Gegenwart von dem, was man nicht ist, kann man erfahren, was man ist.

Man kann das Licht nicht ohne die Dunkelheit erfahren. "Oben" hat keine erfahrbare Bedeutung für uns, wenn es kein "Unten" gibt.

"Schnell" ist einfach nur ein Begriff, ein Wort, das überhaupt keine Bedeutung hat, wenn es nichts "Langsames" gibt.

Nur in Gegenwart von etwas, was "klein" genannt wird, kann man das erfahren, was "groß" genannt wird. Wir können sagen, etwas wäre "groß", wir können ein gedankliches Konzept von Größe entwerfen, aber wenn nichts "Kleines" zum Vergleich existiert, können wir "groß" nicht erfahren.

Ebenso können wir Unendlichkeit nur erahren, wenn es etwas Endliches gibt. Theologisch ausgedrückt, können wir das Ding namens "Gott" nur erfahren, wenn es etwas gibt, was nicht "Gott" ist. Wir können uns eine gedankliche Vorstellung von "Göttlichkeit" machen, aber wir können sie nicht erfahren.

Daher sind all die Menschen, Orte und Ereignisse in eurem Leben - jetzt und in der Vergangenheit -, die "im Wiederspruch" zu euch selbst und euren Wünschen zu stehen schienen, einfach Geschenke der höchsten Quelle, die für euch erschaffen und durch die gemeinschaftliche Aktivität der mitschöpferischen Seelen zu euch gebracht wurden, um für euch ein Erfahrungsfeld aus Gegensätzen zu erzeugen, in dem ihr euer Wahres Sein in seiner Gesamtheit erleben könnt.

Oder, um es mit Gottes eigenen Worten zu sagen, wie er sie mir übermittelte: "Ich habe euch nur Engel gesandt."

Der Kreislauf meiner ewigen Reise vom Virtuellen Reich zum Spirituellen Reich und dann zum physischen Reich, um schließlich ins Virtuelle Reich zurückzukehren, von wo der Zyklus wieder von Neuem beginnt, hat einen Sinn und Zweck. Das zu wissen ist sehr wichtig für mich, damit ich nicht denke, ich führe endlos Karussell. Der Sinn dieses Lebenskreislaufs besteht darin, Gottes Realität zu erweitern.

Einfach ausgedrückt (das ist wirklich stark vereinfacht), wächst Gott durch diesen Prozess, das Göttliche wird immer mehr selbst. Gott IST dieser Prozess, das heißt, Gott ist der Prozess...und dessen Resultat. Demnach ist Gott der Schöpfer und das Erschaffene. Das Alpha und das Omega. Der Anfang und das Ende. Der Unbewegte Beweger. Der Unbeobachtete Beobachter.

Weniger einfach ausgedrückt, kann Gott nicht "wachsen", weil alles, was Gott jemals war oder jemals sein wird, jetzt existiert. Es gibt keine Zeit, und es gibt keinen Raum, in den es hineinwachsen könnte.

Der Lebenskreislauf findet also gleichzeitig überall statt. Das, was mein menschlicher Verstand Gottes "Wachstum" nennen möchte, ist lediglich Gott, der immer mehr von sich selbst erfährt, während Gottes individuelle Ausdrucksformen immer mehr von sich selbst erfahren. Das nennt man Evolution.

Durch die einzigartige, elegante und bemerkenswert einfache Erfindung der Individuation hat Gott es möglich gemacht, dass das All-Ewige und das All-Gegenwärtige sich selbst auf eine Weise erfahren können, die "Wachstum" ermöglicht.

Stark vereinfacht könnte man sagen, dass Das Ganze, indem es sich teilte, ohne dass die Teile voneinander getrennt wurden, sich selbst in kleinerer und endlicher Form neu erschuf. Keine endliche Form kann - eben weil sie ja endlich ist - das unendliche Bewusstsein erlangen und Das Ganze erfahren. Doch jedes individualisierte Selbst wurde so erschaffen, dass es ihm möglich ist, sein Bewusstsein, seine Bewussstheit und seine Erfahrung Des Ganzen gleichkommen. Dieser Prozess ist kein Wachstum, sondern besteht darin, dass das individuelle Selbst sich mehr und mehr der Tatsache bewusst wird, dass es gar nicht wachsen muss, sondern, in individualisierter Form, identisch mit Dem Ganzen ist.


-Der Sturm vor der Ruhe - Gespräche mit der Menschheit

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