Leben um zu arbeiten

Eines möchte ich vorweg sagen: Es gibt nicht „den“ Sinn des Lebens, der für alle Menschen gleichermaßen gilt, denn jeder Mensch definiert diesen individuell für sich selbst.

Somit steht die berufliche Tätigkeit eines Menschen und der Sinn des Lebens nicht in direktem Zusammenhang.

Arbeiten um zu leben, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, um die monatlichen Rechnungen zu bezahlen ist der gängigste Grund, weshalb die Menschen einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Einer beruflichen Tätigkeit, die sie leider meistens nicht erfüllt.

Das ist meiner Meinung nach der Grund, warum diese Menschen nach einer gewissen Zeit nicht zufrieden mit ihrer Tätigkeit sind und diese am liebsten eintauschen würden.

Wenn der tägliche Antriebsfaktor das Geld zum Zweck des „Lebens und Überlebens“ allein ist, dann kann dies auf Dauer nicht zufriedenstellend sein. Ist der tägliche Antriebsfaktor jedoch eine Arbeit, die gerne ausgeführt wird, dann wird die Tätigkeit auch nicht als Arbeit empfunden.

Und dann gibt es noch diejenigen Menschen, die ihre tägliche Arbeit nicht als Arbeit empfinden, sondern als eine Art Berufung. Wenn du dich zu diesem Kreis der Menschen zählst, beglückwünsche ich dich. Nein wirklich, das meine ich ganz im Ernst! Schaue dich in deinem Umfeld genau um und nenne mir drei Personen, die nicht nur jeden Morgen voller Freude und Motivation aufstehen, sondern auch noch genau das machen, was sie von Grund auf erfüllt. Du wirst mir sicherlich zustimmen, dass das die allerwenigsten von uns sind. Die Devise „Leben um zu arbeiten“ trifft also auf die allermeisten von uns zu. Leider!

Zu welcher Gruppe der genannten Menschen würdest du dich zählen?


Nun erzähle ich dir etwas aus meinem Leben. Ich habe noch nie eine Arbeit oder einen Job in meinem Leben gemacht, der mich tiefgründig glücklich gemacht hat, ganz geschweige sich wie eine Berufung angefühlt hat. Und ich habe in meinem Leben schon ein Wenig ausprobiert. Hauptsächlich bin ich einer Bürotätigkeit nachgegangen, habe aber auch Jobs im Verkauf und in der Dienstleistung ausprobiert. Nichts davon hat sich nur annähernd so tiefgründig zufriedenstellend angefühlt, wie das was ich jetzt mache.

Und noch eines fühlt sich unglaublich gut in meinem Leben an:

Das Mutter-Sein! Um genau zu sein, bringt mir dieses Sein kein Geld, keinen Reichtum, keine direkte Anerkennung von Außen und doch fühlt es sich genau richtig an. Wie kann das sein, dass Kindererziehung als selbstverständlich angesehen wird und einen geringeren Stellenwert in der Gesellschaft hat, diese aber doch so erfüllend sein kann?

Kann es etwa sein, dass Berufung nichts mit dem Beruf zu tun hat? Kann es sein, dass das wahre Glück nichts mit dem Geldverdienen und der gesellschaftlichen Anerkennung zu tun hat?


Wahres, inneres Glück findest du nicht im Äußeren, sondern wenn du aufrichtig genug in dich selbst hineinhorchst nur tief in deinem Inneren und in dem Umfeld, das du dir selbst erschaffst.


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